Erlebnis Bauernhof

Ein lachender Junge hält Heubüschel hoch

© Thinkstock

Verständnis und Wertschätzung für die landwirtschaftliche Produktion steigen bei Kindern und Erwachsenen, die einen Bauernhof aktiv erleben dürfen. Wenn Sie den Bauernhof als Lernort nutzen möchten, berät Sie unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau-Rotthalmünster zur Konzeption, zu möglichen Programmen und zu Qualifizierungen.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau-Rotthalmünster lädt alle 2., 3. und 4. Klassen der Grundschule sowie alle Jahrgangsstufen an Förderschulen - auch über die Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof hinaus - ein, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einen Bauernhof in ihrer Nähe zu besuchen.
"Erlebnis Bauernhof" bietet nicht nur einen kostenlosen Besuch eines Betriebes, sondern auch Lernprogramme mit Lehrplanbezug, außerschulisches Lernen in authentischer Umgebung und Förderung wichtiger Kompetenzen.
Den kostenlosen Lernspaß darf jede Klasse während ihrer schulischen "Laufbahn" einmal wahrnehmen.

Wir helfen

  • bei Fragen zum Ablauf
  • bei der Auswahl eines geeigneten Betriebs

Ansprechpartnerin

Bild der Ansprechpartnerin Kerstin Rose

Kerstin Rose

Kerstin Rose
AELF Passau-Rotthalmünster
Innstraße 71, 94036 Passau
Telefon: +49 851 9593-435
Fax: 0851 9593-424

E-Mail: poststelle@aelf-pa.bayern.de

Erlebnisse

Eröffnung der Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof bei Erlebnis-Bäuerin Regina Floßmann

Schulklassen halten bei Projektwoche Erlebnis Bauernhof Brotzeitdosen hoch

© Ralf Enzensberger, PNP

Butter schütteln, Kühe füttern, Schafe streicheln – einen kurzweiligen Vormittag haben die Schüler der vierten Klasse der Grundschule Büchlberg zum Auftakt der Projektwochen "Sommer.Erlebnis.Bauernhof" des AELF Passau-Rotthalmünster auf dem "Kinderhof Wunderland" bei Erlebnis-Bäuerin Regina Floßmann in Eggersdorf in der Gemeinde Salzweg (Landkreis Passau) verbracht. Auf dem Stundenplan standen im Juli 2017 diesmal nicht Rechnen und Schreiben, sondern die Herkunft der Lebensmittel.
Begeistert schüttelten die Kinder kleine Gläschen mit Milch, um Butter entstehen zu lassen. Als diese Form annahm, durften sie damit Brote bestreichen, die Buttermilch trinken und zusammen mit Radieschen, Schnittlauch und gelben Rüben eine gesunde Brotzeit genießen.
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Landwirtschaft nahe bringen
Mit allen Sinnen zu erleben und erfahren, wie sich Heu und Stroh anfühlen, wie Kühe Gras in Milch verwandeln oder wie viel Semmeln aus einem qm Weizen entstehen, diese Eindrücke wolle die Aktion "Erlebnis Bauernhof" den Kinder vermitteln, sagte Hauswirtschaftsoberrätin Daniela Lutterroth vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Passau, vor Schülern, Lehrern und Ehrengästen, darunter Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger-Zapf, Petra Hübl-Ostermeier vom BLLV Niederbayern und stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger. Jedes Kind solle dem Wunsch von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zufolge, im Laufe seiner Schulzeit ein Mal auf einem Bauernhof gewesen sein. Der Besuch solle den Schülern die Abläufe in der heimischen Landwirtschaft nahe bringen.
Die Region stärken
Die Lernprogramme auf den "Erlebnis-Höfen", für die die Bäuerinnen und Bauern geschult wurden, seien auf den neuen Lehrplan plus zugeschnitten, sagte Lutteroth. Die Projektwochen, die vom 3. bis 14. Juli für Grundschüler der dritten und vierten Klassen sowie Förderschüler aller Jahrgangsstufen stattfinden, förderten wichtige Kompetenzen. Sie zeigten vor Ort lebensnah auf, wo die Grundnahrungsmittel herkommen.
Durch das Programm sollten die Werte der heimischen Produkte und der schönen Landschaft sowie Arbeit und Aufwand, die dahinter stecken, in die Köpfe und Herzen der Kinder gelangen, betonte Lutteroth. Damit sollten auch die Eltern erreicht werden. So könne die Welt nachhaltiger, die Region gestärkt und durch kurze Vermarktungswege auch ein Schritt gegen den Klimawandel getan werden. Seit Beginn des Programms im Schuljahr 2011/12 nahmen bayernweit 140.000 Schüler in rund 7.000 Klassen an dem Angebot teil, das Freistaat und Bauernverband gemeinsam ermöglichen.
Ein Glücksfall für den Landkreis
Stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger betonte die Bedeutung des Programms, das mittlerweile auch im ländlichen Raum angebracht sei, weil es in vielen Dorfzentren keine produzierenden Landwirte mehr gibt. Somit kämen viele Kinder nicht mehr mit Bauernhöfen in Berührung, auf denen Milch erzeugt wird. Ziel sei, einen bewussteren und achtsamen Umgang mit den Lebensmitteln zu vermitteln. Regina Floßmann und ihr Hof seien ein Glücksfall für den Landkreis, auf dem Kinder besondere Erlebnisse haben können.
Spielerisch viel über Lebensmittel lernen
Glücksforscher würden empfehlen, in Erlebnisse zu investieren und nicht in Dinge, sagte Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger-Zapf. Das Projekt sei ein kleiner Baustein, um Erlebnis und damit Glücklich-Sein zu ermöglichen und viel über die Produktion der Lebensmittel zu lernen. Dies gelinge auf dem Erlebnis-Bauernhof ganz nebenbei und spielerisch, bestätigte Petra Hübl-Ostermeier vom BLLV Niederbayern. Kreisbäuerin Renate Stöckl lud zu den "Kindertagen auf den Bauernhöfen" ein, die bereits zum elften Mal stattfinden. Hier gebe es Tiere zum Anfassen. Bereits 450 kleine Leute seien angemeldet.
lernen, erleben, aktiv sein
Die Projektwochen "Sommer.Erlebnis.Bauernhof" stünden unter dem Motto "lernen, erleben, aktiv sein", sagte Regina Floßmann, die zusammen mit Tochter Anja den Kindern viel Wissenswertes zum Thema „von der Kuh zur Milch“ erzählte. Sie betreibe keine aktive Vollerwerbslandwirtschaft mehr. Dennoch hänge ihr Herz an der Landwirtschaft. Auch ihre Tochter sei froh, auf einem Bauernhof aufwachsen zu können. Dies sei für sie Lebensqualität. Ihr Anliegen sei daher, Kindern Natur und Schöpfung nahezubringen, die Grundlage der Landwirtschaft sind, sagte Floßmann. Der Gewinn, ein gesundes, regionales Pausenfrühstück, wird unter allen teilnehmenden Schulklassen verlost.
Quelle: Theresia Wildfeuer, BLW vom 23. Juni 2017

Sommer.Erlebnis.Bauernhof - Video-Eindrücke der Auftaktveranstaltung

Das Regionalfernsehen hat über die Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof zwei Beiträge gedreht.  

Bericht TRP 1 vom 6. Juni 2017 Externer Link

Bericht TRP 1 vom 2. Juni 2017 Externer Link

Lernprogramm "Vom Schaf zum Pullover" begeistert Germannsdorfer Grundschulkinder

Der Erlebnis Bauernhof Sicklingermühle von Familie Axinger war im Herbst 2016 das "Grüne Klassenzimmer" für die dritte und vierte Klasse der Germannsdorfer Grund-schule. "Vom Schaf zum Pullover" lautete das Lernprogramm, fachkundig und altersgerecht durchgeführt von Sarah Axinger. Die engagierten Lehrkräfte Claudia Hauzeneder und Gordula Sadry hatten den Besuch arrangiert.
Im Rahmen des Programms "Erlebnis Bauernhof" erlebten die Kinder mit allen Sinnen die authentischen Abläufe auf dem Nutztier-Arche-Hof. In verschiedenen Lernstationen wurden die Eigenschaften der Wolle erkundet: Was geschieht, wenn man die Wolle in eine Flamme hält? Warum muss die Wolle kardiert werden?
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Die Kinder wurden zu Schaf- und Wollexperten. Begeistert konnten auch alle Tiere des Hofes fachmännisch versorgt und ihre Bedürfnisse kennengelernt werden. "Das Schaf ist ein Herden- und Fluchttier", erfuhren die aufmerksamen Schüler, "im Gegensatz zum Hund, der gerne der Chef ist!" Jakob G. resümierte: "Ich fand am tollsten, wie der Hund die Schafe gehütet hat. Der kann super am Boden kriechen!" Dass sich auch ein Wissenszuwachs eingestellt hat, bewiesen die Germannsdorfer Kinder souverän am Ende des Vormittags: Fotos mussten in die richtige Reihenfolge gebracht werden, damit aus der Schafwolle ein Pullover werden konnte.

Der Bauernhof kommt in die Schule

Die Hans-Bayerlein-Schule beteiligte sich im Juni 2016 an den bayernweiten Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Schule und Landwirtschaftsamt hatten zur Eröffnung der zugehörigen Ausstellung in der Schule Vertreter der Stadt Passau, des Landratsamts, der Pfarrei St. Anton, des Bayerischen Bauernverbands und der Universität Passau eingeladen. Sie alle bekamen von Landwirt Karlheinz Gruber eine Führung durch die Ausstellung und durften genau wie die Schüler der Hans-Bayerlein-Schule die interaktiven Stationen ausprobieren.
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Zusammenhänge der Landwirtschaft erläutert
"Wo kommen die Pommes her" oder "Vom Ferkel zum Schnitzel" und "Die Superkuh verwandelt Gras in Milch" – diese und weitere Lernprogramme für Schüler auf zwölf ausgewählten Bauernhöfen im Landkreis Passau hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Passau-Rotthalmünster zum Auftakt der Projektwoche „Sommer.Erlebnis.Bauernhof“ in der Hans-Bayerlein-Schule anhand vielfältiger interaktiver Stationen vorgestellt. Qualifizierte Erlebnis-Bäuerinnen und -Bauern wollen dabei Kindern mit allen Sinnen nahebringen, wie die Lebensmittel entstehen.
Melken am Gummieuter einer Modellkuh
Melken am Gummi-Euter einer Modellkuh, Butter schütteln oder Getreidesorten kosten – an vielfältigen Stationen brachten Erlebnisbauer Karlheinz Gruber vom Michlbauer-Hof in Berg bei Pocking und seine Helfer Schülern und Ehrengästen nahe, woher die Lebensmittel kommen und wie sie auf dem Bauernhof produziert werden. Den Menschen zu vermitteln, "dass die Landwirtschaft wichtig ist" und dass Lebensmittel einen Wert haben, "den die Kinder mit eigener Kraft erarbeiten", war dabei das Anliegen von Bauer Gruber. Er möchte bei den Kindern beginnen, sie für die Landwirtschaft begeistern. Das gelang mit der Idee der Bauernhof kommt an die Schule durchaus.
Schüler auf einem Bauernhof

Informationen über Mais

Schüler versuchen an einem Gummi-Euter das Melken

Melkversuche

Wie viel Liter Wasser braucht eine Kuh
Wie viel Liter Wasser braucht eine Kuh, damit sie drei Liter Milch geben kann? 30 Liter, sagte Gruber. Da staunten nicht nur die Schüler, sondern auch manche Ehrengäste. Wie viele Semmeln kann man aus dem Getreide backen, das auf einem Quadratmeter Boden wächst? 20 Semmeln, erfuhren die Zuhörer. Bei einem Kreislaufspiel zum Thema Nachhaltigkeit, bei dem die Teilnehmer in die vier Gruppen Luft, Wasser, Boden und Mensch eingeteilt werden, zeigte er auf, "dass das, was ich nehme, auch nachkommen muss". Sie erfuhren beim Parcours auch, was über und unter der Erde wächst, ertasteten am Fühlkasten Heu, Stroh und Körner testeten beim Kugelquiz ihr Wissen.
Verständnis für die Landwirtschaft und das Handwerk der Lebensmittelerzeugung
Verständnis für die Landwirtschaft und das Handwerk der Lebensmittelerzeugung zu erreichen und weitere Schulen für die Teilnahme am Projekt Sommer.Erlebnis-Bauernhof zu gewinnen, sei das Ziel der Projektwoche, sagte AELF-Leiter Robert Schnellhammer vor zahlreichen Ehrengästen, darunter der Passauer Stadtpfarrer Johannes Trum, der Passauer Bürgermeister Urban Mangold, stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa, Professorin Dr. Christina Hansen von der Uni Passau, Sonderschulrektorin Reinhilde Galler, Kreisbäuerin Renate Stöckl und Daniela Lutteroth, Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner habe 2012 das Programm Erlebnisbauernhof ins Leben gerufen, um allen Grundschülern der dritten und vierten Klassen und allen Jahrgangstufen der Förderklassen einen Besuch auf einem Erlebnisbauernhof zu ermöglichen, sagte Kerstin Rose vom AELF, Beraterin für erlebnisorientierte Angebote auf dem Bauernhof. 2000 Schüler im Landkreis Passau nahmen in rund 100 Klassen bereits teil. Insgesamt 31 Klassen meldeten sich innerhalb kurzer Zeit für das neue Projekt Sommer.Erlebnis-Bauernhof an.
Schulleiterin Reinhilde Galler und Konrektorin Dolores Möller
Schulleiterin Reinhilde Galler und Konrektorin Dolores Möller begrüßten es, dass die Landwirtschaft an die Schule komme. Sie betonten, wie wichtig für die Schüler emotionale und ganzheitliche Erfahrungen sind. Das Leben auf dem Bauernhof sei für Kinder ein Faszinosum, sagte Bürgermeister Urban Mangold. Er würdigte es, Begeisterung für den Ursprung der Lebensmittel zu wecken. Er kritisierte zugleich die Maxime Wachse oder Weiche, durch die viele bäuerliche Betriebe schon aufgeben mussten. Das Projekt, landwirtschaftliches Wissen in die Schulen zu tragen, bereite die Kinder auf das Leben vor, lobte stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa.
Quelle: Passauer Bistumsblatt, Ausgabe vom 26. Juni 2016
Screenshot Beitrag TRP 1
Erziehungswissenschaftlerin Christina Hansen von der Universität Passau
Auch Erziehungswissenschaftlerin Christina Hansen, die an der Uni Passau 800 angehende Grundschullehrer ausbildet, nannte das Projekt in einer Region, die noch naturnah ist und Höfe hat, verheißungsvoll. Es reiche nicht, über die Produktion auf einem Bauernhof und über Naturschutz Bescheid zu wissen. Man müsse zu dem Wissen auch eine Haltung entwickeln, um das wertschätzen zu lernen, was auf dem Hof geschieht, was für die tägliche Semmel verbraucht wird. Die angehenden Lehrer sollten andere mitreißen, Kinder begeistern und zu einem wertschätzenden Umgang mit der Natur anregen, die vor der Tür liegt. Es seien Konzepte zu entwickeln, die den Studierenden bewusst machen, wie wichtig es ist, das Selbstverständliche, das vor der Tür liegt, zu schützen. Bauer Gruber lud die Schulklassen ein, "hinauszukommen auf die Höfe und es sich anzuschauen".

Filmbeitrag Sommer.Erlebnis.Bauernhof - trp1 (Sendedatum: 8. Juni 2016) Externer Link

Auf dem Michlbauer-Hof: Schweine füttern anstatt Schulbank drücken

Ferkel Rudi fühlt sich sauwohlZoombild vorhanden

© Jörg Schlegel

Sauwohl hat sich Ferkel Rudi beim Besuch der Klasse 3c von der Grundschule Pocking im Sommer 2014 offensichtlich nicht gefühlt. Dafür waren die Schüler umso begeisterter von Rudi und all den anderen Attraktionen des Michlbauer-Hofs in Berg. Landwirt Karlheinz Gruber ist einer von zwölf Erlebnisbauern im Landkreis Passau. Der Geruch von Stroh liegt in der Luft. Leises Flüstern und aufgeregtes Murmeln sind zu hören und 24 Augenpaare blicken nun gespannt auf den Landwirt Karlheinz Gruber, der eine Pflanze in seiner Hand hält. "Ich weiß es, das ist Raps!", ruft plötzlich die neunjährige Laura.
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Anfassen, probieren, staunen
Ganz gleich ob Hafer, Gerste oder Mais, das Ratespiel löst bei den Drittklässlern der Grundschule Pocking ungehaltene Begeisterung aus. Haben die Acht- bis Neunjährigen das von Gruber vorgezeigte Getreide richtig erkannt, erklärt der Landwirt den Verwendungszweck und hält dabei Mehlbeutel, Chipstüte oder Cornflakespackung in die Höhe. Die Schüler dürfen natürlich alles anfassen oder probieren und bestaunen die durchgegebenen Getreidekörner. "Es ist wichtig, den Kindern den Wert der Nahrungsmittel zu vermitteln. Damit sie lernen, sorgsam mit den Lebensmitteln umzugehen, muss man den Kindern das Lernprogramm anschaulich und kindgerecht gestalten. Einfach learning by doing", erklärt der Landwirt aus Berg bei Pocking.
Karlheinz Gruber ist einer der Erlebnisbauern im Landkreis Passau
Karlheinz Gruber ist die Freude an seiner Tätigkeit und am Umgang mit Kindern deutlich anzusehen. "Ich mache das einfach richtig gerne und hoffe, dass die Kinder Spaß haben und etwas lernen, das sie nicht gleich wieder vergessen", sagt Gruber. Spaß haben die Schüler der Klasse 3c an den zahlreichen Stationen sichtlich. Während die Mädchen versuchen mit Steinen Mehl zu mahlen, haben die Buben mit dem Dreschflegel zu kämpfen. Auch Klassenlehrerin Heike Schützeneder versucht sich am Strohbinden und zeigt ihren Schützlingen nochmals, wie man die Spreu vom Weizen trennen kann.
Doch "wo sind die Tiere?" hört man jetzt schon einige Kinder neugierig flüstern. Woraufhin der Schweinemastbauer prompt das Ferkel Rudi aus dem Stall holt. Die Freude der Kinder über den grunzenden Vierbeiner ist riesig und es wird mit Futtereimern auf den überforderten Rudi zugestürmt.
Schweine sind Stars des Tages
Tatsächlich kommen die Kinder aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Eine lebensgroße Holzkuh, die darauf wartet, gemolken zu werden, ein Maislabyrinth mit Aussichtspodest oder allerlei Schaukästen bringen die Kinderaugen zum Leuchten. Doch fragt man die Schüler, was ihnen denn am besten gefallen hat, bekommt man ein einstimmiges "die Schweine!" zugerufen. "Es hat mir hier sehr gefallen, und zu den Schweinen zu gehen und sie zu füttern, hat einfach riesen Spaß gemacht", fügt die achtjährige Antonia noch hinzu.
Quelle: Viktoria Bokova, PNP vom 24. Juli 2014