Informationsveranstaltung am 14. September
Informationsnachmittag zur Sturmholzaufarbeitung

Umgestürzte und abgebrochene Bäume

Holz unter Spannung, stehende Baumstümpfe, umgefallene Bäume am Wurzelteller – Sturmholzaufarbeitung ist gefährlich. Die motormanuelle Aufarbeitung von Sturmholz ist eine Sache für Profis. Ein Forstwirtschaftsmeister informiert an diesem Nachmittag über die Gefahrenstellen, zeigt verschiedene sichere Schnittführungen und welche Hilfsmittel unbedingt notwendig sind.

„Kein Baum ist ein Menschenleben wert“, so Günter Stemplinger von der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Acht schwere Unfälle sind seit dem Orkantief am 18.08.17 bereits bei der Aufarbeitung von Sturmholz passiert. Trotz jahrelanger Erfahrung bei der Waldarbeit unterschätzen die Motorsägenführer die Gefahr und überschätzen sich selber. Die Aufarbeitung der Sturmschäden hat Zeit, getrost können Waldbesitzer auf Profis oder Harvester warten. Der Borkenkäfer hat sich vielerorts in das Windwurfholz eingebohrt, er wird sich aber nicht mehr fertigentwickeln und ausfliegen. Den Waldbesitzern bleibt Zeit bis Frühjahr 2018.
„Keine Hand ans Holz, keinen Fuß auf den Boden“, die maschinelle Aufarbeitung mit Harvestern ist die sicherste Variante. Damit hier keine Schäden am Boden, an der Verjüngung und am noch verbleibenden Bestand entstehen, braucht es auch hier Profis. Nicht jede Maschine ist zu jeder Zeit bei jedem Holz geeignet.
An diesem Nachmittag informieren Forstwirtschaftsmeister Heinrich Schütz vom AELF Landau über sichere Schnittführungen bei der Windwurfaufarbeitung, Försterin Martina Lindinger vom Revier Ortenburg über fachgerechte Maschineneinsätze und Günter Stemplinger von der Berufsgenossenschaft über Arbeitssicherheit bei der Sturmholzaufarbeitung.